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Blick hinter die Kulissen - Daumen drücken für die Montafoner Snowboarder bei Olympia

Ein postitiver Nebeneffekt meines sehr spannenden Berufes ist, dass man auch öfter einen Blick hinter die Kulissen bekommt und mit vielen Sportlern beziehungsweise Stars und Sternchen zu tun hat. Die Meisten verhalten sich professionell und sind sehr sympathisch, andere - wie in meinem Fall eine ehemalige Dschungelbewohnerin - lassen die Kameracrew wegen einer schlecht sitzenden Frisur schon einmal 45 Minuten warten. Das ist mir zwar im Montafon noch nicht passiert, aber dennoch gibt es viele interessante Momente, wenn beispielsweise Sportler mit ihren Funktionären diskutieren oder der Ausrüster einfach die falsche Hose für ein wichtiges Rennen liefert...
Was hat das jetzt mit Olympia und unseren Snowboardern zu tun? Ganz einfach - hier gibt es nichts zu berichten! Selten habe ich Markus Schairer, Alessandro Hämmerle und Lukas Mathies so fokussiert und vor allem zu gleich so locker erlebt. Und ich glaube genau die Mischung macht es aus, dass ein solches Drei-Jahres-Projekt - wie es die olympischen Spiele mittlerweile für die Athleten geworden sind - erfolgreich zu absolvieren.
Lukas Mathies ist in bestechender Form und hat völlig verdient den Gesamtweltcup in den Parallelbewerben gewonnen. Allein das macht ihn schon zum Medaillenkandiaten in Sochi. Unglaublich wie sicher der 22-Jährige derzeit auf dem Brett steht und dabei blitzschnell durch die Tore carvt. Izzy, wie Alessandro Hämerle gerufen wird, ist nach seiner Operation am Mittelfußknochen zwar immer noch gehandicapt, allerdings passt der Fuß wieder in den Snowboardboot. Für den 20-Jährigen Gaschurner spricht neben seiner Unbekümmertheit mit Sicherheit auch, dass er im verganenen Jahr die Generalprobe am Olympiakurs gewonnen hat. Der Neo-Schrunser Markus Schairer hat sich nach seiner Schulterverletzung wieder zurückgekämpft und bei den X-Games mit der schnellsten Qualifikationszeit ein weiteres Ausrufezeichen für seine bestechende Form, auch nach der Reha, gesetzt.
Wie es in ihren Köpfen aussieht, das kann ich natürlich nicht sagen, da wird ein gesundes Maß an Nervosität natürlich mit dabei sein. Für mich zählen alle drei Montafoner zu den absoluten Medaillenfavoriten, am Tag X muss dann halt alles stimmen. Ich werde an den Renntagen auf der Terrasse der Nova Stoba beim Public Viewing ganz fest die Daumen drücken und fleissig mitfiebern. Jungs, bringt uns aus Russland Edelmetall ins Montafon, ich glaube an euch!
Alles Liebe, Samuel


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Autor

Samuel

Samuel Dürr, geboren und aufgewachsen in Bregenz, war lange in der Vorarlberger Medienbranche tätig, bevor es ihn nach München zog. Dort hat der Redakteur unter anderem für SAT1 produziert. Da es aber zu Hause und in den Bergen am Schönsten ist, kehrte der begeisterte Snowboarder ins Ländle zurück. Bald darauf hat es Samuel ins Montafon verschlagen. Aktuell ist er als Moderator und Redakteur bei Montafon.TV tätig.