Geänderte Streckenführung kommt dem Weltcup Montafon zugute

Die Schneekontrolle des Internationalen Skiverbandes (FIS) in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Skiverband (ÖSV) war positiv.
Mittwoch, 18 Dezember 2019

Die Schneekontrolle des Internationalen Skiverbandes (FIS) in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Skiverband (ÖSV) war positiv. Allerdings müssen beide Bewerbe auf verkürzter Strecke durchgeführt werden. Nun beginnen die finalen Vorbereitungen für den Audi FIS Ski Cross Weltcup – Cross Alps Tour und den FIS Snowboard Cross Weltcup sowie die Open-Air-Konzerte von Silbermond und LEMO. 

In neun Tagen – am 11. Dezember 2019 – fällt der offizielle Startschuss für den Weltcup Montafon. Vier Tage lang dreht sich dann alles um spannende Wettkämpfe, Sportler mit großen Zielen, unermüdliche Helfer und begeisterte Musikfans. Der Internationale Skiverband (FIS) gab nach Absprache mit dem Österreichischen Skiverband vergangenes Wochenende grünes Licht für die Austragung des Weltcup Montafon. „Aufgrund meiner großen Eventerfahrung sehe ich den Zieleinlauf direkt oberhalb des Kapellrestaurants als äußerst positiv. Die Rennen werden für die Zuschauer noch spannender. Die Erreichbarkeit der Rennen und der Einblick auf die Strecke garantieren Aufregung pur“, so OK-Präsident Peter Marko. Die rasanten Rennen, bei denen sich die Skifahrer bzw. Snowboarder im direkten Duell gleichzeitig die Strecke hinabstürzen, ist bei Zuschauern zunehmend beliebt.

 

Lokalmatadore wollen Bestleistung zeigen

Den sportlichen Auftakt beim Weltcup Montafon machen die Snowboardcrosser. Besonderes Augenmerk liegt voraussichtlich auch dieses Jahr auf den Lokalmatadoren Alessandro und Luca Hämmerle. Besonders der Gesamt-Weltcupsieger und frisch gebackener Österreichischer Staatsmeister Alessandro rechnet sich gute Chancen auf das Podest aus. „Die Vorfreude auf die Rennen im Montafon ist wie immer riesig. Ich möchte natürlich unbedingt den Titel verteidigen. Bin aber auch froh, dass ein Weltcup Montafon stattfindet. Wenn der fehlen würde, wäre die Saison nicht komplett“, verrät Hämmerle. „Vor heimischem Publikum zu fahren bedeutet mehr Druck, aber es pusht mich auch sehr zu Hause Bestleistung zu zeigen“.

Ebenso begeistert zeigt sich der neue Vize-Staatsmeister Luca Hämmerle. Er hat im Sommer viel Zeit im Feinschliff von Material und Technik investiert, va um seine Kurventechnik zu verbessern. Daheim will er zeigen was geht.

Nicht nur die Sportler, sondern auch der sportliche Leiter des ÖSV, Christian Galler, ist mit der Vorbereitung zufrieden: „Der Trainingswechsel nach Übersee war eine gute Entscheidung wie man anhand der letzten Ergebnisse von Alessandro und Luca Hämmerle sieht. Das ist eine gute Motivation für die nächste Wintersaison“.

 

Weltcup-Debut im Montafon

Sein Ski Cross Weltcup Debut feiert der Gargellner Frederic Berthold beim Weltcup im Montafon, worauf er sehr stolz ist. Den Umstieg von Ski Alpin zu Ski Cross wagten neben ihm noch zwei weitere Athleten. Laut Berthold ist für die Umsteiger ein gravierendes Merkmal, dass die Rennläufer die Startsektion gut schaffen. „Je länger die Strecke wird, desto besser läuft es dann bei mir“, verriet Frederic Berthold.

Bevor die Skicrosser im Montafon ihre Zelte aufschlagen, bestreiten sie die kommenden Tage zwei FIS-Weltcup-Bewerbe in Val Thorens. „Ich hoffe, dass wir bereits mit guten Ergebnissen im Gepäck zum Heimrennen nach Österreich reisen“, so Sabine Wittner, sportliche Leiterin für Ski Cross im ÖSV. Sie sieht bei den Damen eine klare Favoritin, nämlich Andrea Limbacher. Bei den Herren kann sie sich nicht auf einen bestimmten Namen festlegen, weil so viele starke Männer im Team sind.

 

Pistenbau

Die herausfordernde Strecke für die Athleten entsteht derzeit am Hochjoch im Skigebiet Silvretta Montafon. Aufgrund der bisherigen schwierigen Wetterlage wurde die Strecke auf 600 m gekürzt. Das neue Ziel liegt direkt oberhalb des Kapellrestaurants. Was noch besser für die Zuschauer, va für die Fußgänger sein wird.

Für den 600 Meter langen Kurs mit zwei Steilkurven werden zwischen 25- und 30.000 Kubikmeter Schnee benötigt. Vor allem die Start- und Zielgeraden werden sich aufregend gestalten. Damit am Ende sowohl Ski- als auch Snowboardcrosser mit spannenden 4er-Heats das Publikum begeistern und für knappe Entscheidungen sorgen, zeichnen Nick Roma (The Mountain Project), Philipp Tschanhenz und Manfred Thöny verantwortlich.

Der Qualitätsanspruch aller Beteiligen ist riesig: „Wir wollen hier im Montafon seit dem ersten Jahr optimale Voraussetzungen schaffen und für Sportler, Betreuer und Zuschauer die beste Plattform kreieren – genau dieser Anspruch macht die Arbeit jedes Jahr aufs Neue so interessant“, bringt es OK-Generalsekretär Christian Speckle auf den Punkt. Möglich ist dies nur dank der Hilfe von Freiwilligen: „Sagenhafte 600 freiwillige Helfer von Vorarlberger Vereinen, den Skiclubs im Montafon und Schulen gebührt heuer unser Dank und Respekt“, so Thomas Amann vom Skiclub Montafon. Für die Nachteinsätze wurde ein Sonderteam von rund 50 Ehrenamtlichen gegründet, die im Notfall zur Stelle wären. „Ohne Ehrenamt wäre ein Weltcup Montafon in diesem Rahmen nicht möglich“, betont Thomas Amann.

 

Festival-Flair in Schruns

Doch der Weltcup Montafon wäre nicht der Weltcup Montafon, wenn nicht ein großes Open-Air-Spektakel für den musikalischen Kontrast zum Sportprogramm sorgen würde. Am 14. Dezember kommen Pop-Liebhaber in Schruns voll auf ihre Kosten. An diesem Abend heizen die deutsche Erfolgsband Silbermond, derzeit auf Platz 1 der deutschen Albumcharts, und die österreichische Band LEMO tausenden Musikfans ein. „Zusätzlich zum Konzert gibt es zahlreiche Veranstaltungen und Partys im ganzen Tal, die auf den Weltcup Montafon einstimmen bzw. ihn ausklingen lassen“, berichtet Manuel Bitschnau, OK-Vizepräsident. Vor Ort wird wiederum mit dem bewährten Veranstaltungspartner Fohrenburger gearbeitet werden. Tickets für die Open-Air-Konzerte sind im Vorverkauf bzw. an der Abendkassa erhältlich.

Weitere Informationen und Details laufend auf weltcup-montafon.at

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