Eva-Maria 0 Blick hinter die Kulissen, Bergsommer

Klettersteig Madrisella - erste Einblicke

Für alle, die hoch hinaus wollen, gibt’s bald einen neuen Klettersteig! Jeder, der schon mal auf der Madrisella war, fragt sich jetzt vielleicht, wo man da überhaupt klettern kann, aber der erste Eindruck täuscht. Vom Novatal aus gesehen erscheint die Madrisella felsig, rau, majestätisch und…naja, ziemlich hoch!

Der neue Klettersteig erstreckt sich über stolze 450 Höhenmeter entlang der felsigen Madrisella Nordwand. 750 Meter Stahlseil und überwiegend Naturtritte ermöglichen dir einen sicheren Aufstieg auf den Gipfel. Die Bergführer der Silvretta Montafon haben ganze 19 Bohrtage damit verbracht, die Seilführung sowie die notwendigen Griffe und Stahltritte zu befestigen.

Um Steinschlagrisiken bestmöglich vorzubeugen, wurden lose Felsen entlang der Route entfernt. Im Video unten seht ihr, wie die Bergführer ein größeres Exemplar beseitigen. Trotzdem ist es wichtig, auf dich und unter dir laufende Kletterer zu achten, denn durch die Begehung werden sicherlich noch einige Steine freigelegt.  

Der Klettersteig Madrisella bringt auch durchtrainierte Alpinsportler ins Schwitzen: 2 bis 2,5 Stunden im Schwierigkeitsgrad C/D sind auch für fortgeschrittene Klettersteiggeher eine angemessene Herausforderung! Vom Ausstieg dauert’s noch fünf Minuten bis zum Gipfel.

Als Motivation sollte der unglaubliche Rundumblick von der stattlichen Höhe von 2.466 Metern genügen. Auch der Weg zum Einstieg durch das Novatal hält so einige idyllische Anblicke bereit.

Als Rundtour bietet sich die Wanderung von der Versettla Bahn Bergstation an:
Nova Stoba Versettla Bahn – Alpe Nova – Klettersteig Madrisella – Madrisella – Versettla – Nova Stoba / Versettla Bahn

Bei dieser Routenwahl ist mit insgesamt fünf bis sechs Stunden zu rechnen.

 

Die Fakten

  • Fertigstellung: Juli 2018
  • Eröffnung: Juli 2018
  • Höhendifferenz: 450 Meter
  • Dauer: 2-2,5 Stunden für den Klettersteig. Rundtour von der Versettla Bahn: 5-6 Stunden.
  • Schwierigkeit: C/D
  • Merkmale: Überwiegend Naturtritte, vertikale Wand, die sich über 150 Höhenmeter erstreckt, gigantische Aussicht vom Gipfel.
  • Einstieg: Abfluss vom Seressee, mit Steinmännchen markiert 
  • Ausstieg: ca. 50 Höhenmeter vom Gipfel

 

Fazit: Sehr empfehlenswert für alle, die gerne vertikal durchstarten! 



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Autor

Eva-Maria

Eva-Maria ist über einen kleinen Umweg ins Montafon gekommen. Nach 7 Jahren im Ausland nimmt die gebürtige Götznerin jede Gelegenheit wahr, die Bergwelt zu erkunden. Mit einer Leidenschaft fürs Wandern, Campen, Skifahren und andere abenteuerliche Sportarten ist das Montafon der perfekte Ausgangspunkt für zukünftige Erlebnisse.